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Die antike Stadt Korazim
Die Überreste von Korazim sind heute auf 100.000 Quadratmeter verstreut.

Korazim – als Jesus Verdammnis prophezeite

Korazim – die verdammte Stadt. Die Geschichte der antiken Ortschaft und fünf Sehenswürdigkeiten. Von Israelexperte Diesenhaus Ram.

Als Jesus von Nazareth im Heiligen Land predigte, traf seine Lehre in Korazim und Betsaida auf besonders sture und hartherzige Menschen. Das Neue Testament berichtet, dass Jesus sich um diese Städte ganz besonders bemühte. In Korazim und Betsaida geschahen die meisten seiner Taten und Wunder, betont beispielsweise das Matthäus Evangelium (Kapitel 11.20).

Doch es half nichts. Die Bewohner von Korazim wollten sich nicht Gott zuwenden. Da sprach Jesus schließlich eine düstere Prophezeiung aus über Korazim und Betsaida: „Weh dir, Korazim! Weh dir, Betsaida! Wenn die Wunder, die ich bei euch getan habe, in den nichtjüdischen Städten Tyrus oder Sidon geschehen wären, dann hätten ihre Einwohner längst Trauerkleider angezogen, sich Asche auf den Kopf gestreut und wären zu Gott umgekehrt! Ich versichere euch: Am Tag des Gerichts wird es Tyrus und Sidon besser ergehen als euch.“ (Matthäus 11.21ff)

An Korazim erinnern heute nur noch Ruinen. 

Was geschah in Korazim?

Die Geschichte von Korazim liegt zum großen Teil im Dunkeln. Korazim ist auch als Chorazin oder Chorazim bekannt. 

Der antike Ort liegt in Galiläa auf einem Hügel am Nordufer des Sees Genezareth. Zu Jesu Zeiten muss es sich um eine blühende kleine Stadt gehandelt haben, die sehr wohlhabend war, denn im babylonischen Talmud wird erwähnt, dass der Ort für sein besonders feines Weizen bekannt war. Außerdem lebten die Bewohner vermutlich vom Olivenanbau. Es gab öffentliche Gebäude, Mühlen und Wohnhäuser. Rabbinischen Quellen zufolge lebten hier zu besten Zeiten rund 1000 Menschen.

Bautätigkeiten können bis zum 8. Jahrhundert nachgewiesen werden. Dann muss ein unbekanntes einschneidendes Ereignis geschehen sein, denn die Geschichte Korazims endete zu dieser Zeit offenbar erst einmal. Aus archäologischer Perspektive folgt eine Lücke von mehreren Jahrhunderten.

Erst im 13. Jahrhundert setzt sich die Geschichte Korazims fort: Es kommt zur erneuten Besiedlung. Einige christliche Schriften des Mittelalters warnen allerdings, dass hier einmal der Antichrist geboren werden würde. Im 16. Jahrhundert ist Korazim als jüdischer Fischerort bekannt. 

Die Überreste von Korazim sind heute auf 100.000 Quadratmeter verstreut.

Nationalpark Korazim Israel
Von den Hügeln aus hat man an guten Tagen einen wunderschönen Blick über den See Genezareth.

5 Sehenswürdigkeiten in Korazim

1. Synagoge von Korazim

Die Synagoge wurde am Ende des 3. Jahrhunderts erbaut und bereits im 4. Jahrhundert zerstört, vermutlich durch ein Erdbeben im Jahr 363. Die jüdische Gemeinschaft baute die Synagoge erst im 6. Jahrhundert wieder auf. Zum Bau der Synagoge wurde Basaltgestein verwendet. Zur Besonderheit gehört ein gut erhaltender Sitz aus Basalt, der in manchen alten Quellen als „Sitz Moses“ bezeichnet wird. 

Die Synagoge ist mit Pflanzen- und Tiermotiven verziert. Auch finden sich hier mehrere seltene Steinmetzarbeiten, darunter zwei dreidimensionale Löwen-Skulpturen. Zu den ungewöhnlichsten Verzierungen gehört eine Medusa, was den hellenistischen Einfluss der damaligen Zeit deutlich macht. Das Abbilden einer Medusa sollte Schutz gewähren. Anders als bei anderen galiläischen Synagogen gibt es auf dem Boden kein Mosaik. Die drei Türen der Synagoge sind nach Süden gerichtet, Richtung Jerusalem.

2. Reste der Via Maris

In Korazim befinden sich die Überreste der Via Maris. In früheren Zeiten führte die Straße von Heliopolis in Ägypten bis nach Mesopotamien.

3. Aussicht über das galiläische Meer und den See Genezareth

Von den Hügeln aus hat man an guten Tagen einen wunderschönen Blick über den See Genezareth.

4. Korazim Nationalpark

Korazim ist heute ein sehenswerter israelischer Nationalpark. Hier finden archäologische Ausgrabungen statt.

5. Klippschliefer

Rings um Korazim sind Klippschliefer beheimatet. Die possierlichen Tierchen, auch Klippdachse genannt, sehen aus wie eine seltsame Mischung aus Murmeltier, Hase und Dachs. Dabei sind die Klippschliefer mit keiner dieser Arten verwand. Ihr DNA-Code und ihr Knochenbau ähneln Elefanten und Seekühen – was man ihnen aber definitiv nicht ansieht! Die kleinen Tiere stammen ursprünglich aus Afrika und Westasien, wo sie in Felsspalten und Höhlen leben. In Korazim sieht man sie mit etwas Glück zwischen den Ruinen hin und her huschen. Klippschliefer sind Vegetarier.

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