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Deutsche Kolonie in Haifa
Restauriertes Haus in der Deutschen Kolonie in Haifa

Haifa: Deutsche Siedler und hängende Gärten 

Wer durch Haifa spaziert, kann an manchen Hauswänden Segenssprüche lesen. Sie mahnen zur Gottesfurcht – in deutscher Sprache. Die Geschichte der schönen Stadt ist eng verbunden mit deutschen Siedlern.

Nach einer langen und beschwerlichen Reise geht im Jahr 1860 eine christlich-deutsche Glaubensgruppe in Haifa an Land. Sie nennen sich selbst Tempelgesellschaft, kurz Templer.

Deutsches Viertel – die German Colony in Haifa

Haifa hat zu diesem Zeitpunkt rund 4.000 Einwohner, die innerhalb der Stadtmauern eng zusammenleben. Da ist für die deutsche Gruppe kein Platz mehr. Aber die Templer bleiben ohnehin lieber unter sich. Sie wollen ihre eigene Siedlung bauen, also erwerben sie Grundstücke außerhalb der Stadtmauern von Haifa – mit dem Ziel, eine Gemeinschaft aufzubauen, die ganz im Sinne Gottes lebt. 

  • Unser Reisetipp: Die ehemalige Siedlung der Templer ist heute als German Colony bekannt. Im Rahmen einer achttägigen Israel-Rundreise laden wir Sie zu einer Besichtigung dieses alten deutschen Viertels in Haifa ein. Mehr zum Programm der Israel-Rundreise erfahren Sie hier. 

Kaum in Haifa angekommen, machen sich die Templer mit deutscher Gründlichkeit gleich ans Werk: In ihrer Siedlung errichten sie strukturierte Straßen, pflanzen Bäume und bauen Häuser im deutschen Stil. Die sogenannten Palästinadeutschen genießen Anerkennung und haben ein gutes Verhältnis zu ihren arabischen und jüdischen Nachbarn.

ERSTER TOURISMUS IN HAIFA

Nach mehreren erfolglosen Versuchen in der Landwirtschaft widmen sich die Templer in Haifa dem Ausbau der Infrastruktur, indem sie sich am Bau einer Straße nach Nazareth und an einer Kutsch-Verbindung zwischen Haifa, Nazareth und Akko beteiligen. Und sie bringen erstmals Tourismus nach Haifa mit der Gründung eines Hotels in ihrer Siedlung – das Karmel-Hotel wird zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein der Templer.

Langsam entwickelt sich Haifa zu einer richtigen Stadt. Nach dem Ausbau des Hafens gewinnt Haifa ab 1872 zudem als Hafenstadt große Bedeutung für die ganze Region. Auch der stetig wachsende Strom an jüdischen Flüchtlingen aus aller Welt trägt zu Haifas Wachstum bei.


PALÄSTINADEUTSCHE IN HAIFA

Die Templer bleiben vom Verlauf der Weltgeschichte nicht unberührt. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, werden alle palästinadeutschen Männer im wehrfähigen Alter eingezogen, um für das Deutsche Reich zu kämpfen. Trotzdem dürfen die Familien der Templer weiter im britischen Mandatsgebiet Palästina wohnen. 

Nach dem Ersten Weltkrieg bleibt allerdings die Verbindung der Templer mit ihrer Deutschen Heimat sehr eng – und der um sich greifende Nationalsozialismus findet auch hier begeisterte Anhänger. Die Templer gründen in Haifa sogar eine eigene NSDAP-Parteigruppe. Und brüskieren damit ihre jüdischen Nachbarn und die britische Mandatsmacht. 

Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, deportieren die Briten einen Großteil der Templer nach Australien, um zu verhindern, dass sie der deutschen Armee beitreten oder im Land Schaden anrichten. In Australien entsteht so eine neue Tempelgesellschaft, die es noch heute gibt. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchen einige deutsche Templer erneut ihr Glück im Heiligen Land. Doch es gelingt ihnen nicht, hier nochmals Fuß zu fassen – sie sind nicht mehr willkommen.

Die Hängenden Gärten der Bahai
Hängende Gärten in Haifa

Haifa: Hängenden Gärten und schöne Strände

Haifa ist heute die drittgrößte Stadt in Israel und vor allem für seine kilometerlangen, gepflegten Sandstrände und die stufenförmig angelegten Baha´i Gärten bekannt. Auch diese berühmten Hängenden Gärten können Sie bei einer Israel-Rundreise besichtigen.  

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