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Oper in Tel Aviv
Oper in Tel Aviv – ein Traum aus Russland

Israels Oper in Tel Aviv – ein Traum aus Russland

Die israelische Oper wurde 1917 in Russland geboren, wo ein junger jüdischer Dirigent von einer Oper in Israel träumte. Die Entstehung der israelischen Oper in Tel Aviv und Tipps zur Städtereise erfahren Sie hier.

Den jungen jüdischen Dirigenten Mordechai Golinkin ließ sein Traum von einer Oper im Heiligen Land nicht mehr los. In seinen freien Stunden schrieb er seine Pläne für die Oper in Tel Aviv nieder, er nannte das Werk „The Vision of the Hebrew Art Temple of Opera Work“ und begann damit, Spenden für seinen Traum zu sammeln.

Gründer der Oper Tel Aviv

Und sein Traum wurde Wirklichkeit: Sechs Jahre später wanderte er ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina aus. Kaum angekommen, begann Mordechai Golinkin schon damit, seine Vision einer Oper in Tel Aviv  in die Tat umzusetzen. Die kleine Stadt bestand 1923 aber noch größtenteils aus Sand und Wüstenlandschaft. Gedanken an eine Oper in Tel Aviv hatte hier niemand, man war froh, dass man wenigstens Strom hatte. Und das auch noch nicht lange: Erst wenige Wochen vor der Ankunft des Dirigenten ging Tel Avivs Elektrizitätswerk in Betrieb, das Erste im Mandatsgebiet.

Doch Golinkin ließ sich auch nicht von ungünstigen Bedingungen abhalten. Es gelang ihm, einheimische Musiker und Gastsänger für seine Idee zu begeistern und ein Opern-Ensemble zu gründen. Wenige Monate nach Golinkins Ankunft fand die Premiere der ersten Oper in Tel Aviv statt – in einem Kino. Auf dem Programm stand Verdis La Traviata auf Hebräisch. Mordechai Golinkin hatte es geschafft: Er hatte die Oper nach Tel Aviv gebracht. 

Es lief gut, denn es folgten weitere Inszenierungen in verschiedenen Kinos.


Oper in Tel Aviv

Doch immer noch spielte die Oper nur in Kinos. Der große Durchbruch fehlte noch. Aber er kam – und zwar in Form der amerikanischen Sopranistin Edis de Philippe. 

Geboren wurde Edis de Phillipe am 12. Mai 1912 in New York als Kind jüdischer Eltern. Ihr damaliger Lehrer ermunterte ihre Eltern, das kleine Mädchen besonders im Gesang zu unterrichten. Damit bereitete er ihr den Weg, einmal Israels Star-Sopranistin zu werden. Aber Edis de Philippe konnte nicht nur singen: Sie sprach Hebräisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Deutsch und Jiddisch, spielte Violine, Klavier und tanzte Ballett.


Opernhaus in Tel Aviv – Israel National Opera

Sie besuchte die Stadt im November 1945 und gründete sofort die Israel National Opera. Unter ihrer Leitung trat das Ensemble nun Nacht für Nacht in den verschiedensten Orten im ganzen Land auf und erspielte sich einen so guten Ruf, dass sich bald junge Opernsänger aus aller Welt bei dem Ensemble bewarben. Bis zu ihrem Tod am 5 Juli 1979 leitete sie das Opernhaus als Direktorin, Produzentin und Sängerin mit eiserner Hand.

Heute spielt die Oper in Tel Aviv im modernen Opernhaus meist acht Produktionen pro Saison. Auf der Homepage der Oper unter www.israel-opera.co.il gibt es Aufnahmen der vergangenen Saisons zum Anhören und -schauen.

Gastautorin: Sarah Lorenz
Reisejournalistin

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